Die gesetzliche Rentenversicherung 2.0

Die Referenten Sven Matterne und Carsten Bielefeld mit Anne Claßen (SPD-Gemeindeverband Wadersloh) und Hans Zaremba (SPD-Ortsverein Lippstadt) Bild: Karl-Heinz Tiemann

Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss von seiner Rente leben können und nicht zusätzlich Sozialleistungen beantragen müssen. Das ist keine neue Erkenntnis. Trotzdem gibt es bisher keine Lösung, die die drohende Altersarmut vieler Menschen verhindert.

Wie so eine Lösung aussehen könnte, haben wir mit den Genossen Sven Matterne und Carsten Bielefeld diskutiert. Beide sind aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige in der SPD Herne (AGS Herne). Gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Lippstadt haben wir am 25.01.2019 zu einer Diskussionsveranstaltung in die Gaststätte Fuchshöhle in Wadersloh eingeladen.

Die beiden Referenten haben gemeinsam mit den beiden weiteren Experten Andreas Sutter und Walter Benda ein Rentenkonzept erarbeitet, das das aktuelle Rentensystem nicht abschaffen und ersetzen, sondern verbessern soll. Sie betonten dabei, dass die Erarbeitung noch nicht abgeschlossen ist und sie in Diskussionsveranstaltungen wie dieser gerne weitere Anregungen mitnehmen, um das Konzept weiter zu vervollständigen.

Sven Matterne, Versicherungsmakler aus Bochum, erläuterte zunächst den Status Quo der aktuellen Regelungen in der Rentenversicherung. Hier kamen schon viele Fragen auf und es wurde lebhaft diskutiert.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde stellte er das Konzept „Gesetzliche Rentenversicherung 2.0“ vor.
Das Fundament ist eine neue Grundrente, die 900,00 EUR betragen soll und jedem gezahlt wird, der 40 Jahre Lebensarbeitszeit vorweisen kann. Zusätzlich wird für Personen, die kein bezahltes (Wohn-)Eigentum besitzen ein Mietzuschuss in Höhe von mindestens 300,00 EUR gezahlt. Dies ist einer der Bausteine, die das aktuelle Rentensystem ergänzen und sicherstellen sollen, dass niemand mehr ergänzende Sozialleistungen in Anspruch nehmen muss.

Weiter soll die betriebliche Altersvorsorge verpflichtend sein und Selbstständige sollen 20 Jahre lang in ein eigenes neues Versorgungswerk einzahlen müssen.

Die folgende Grafik zeigt den Aufbau, wie ihn sich die Referenten vorstellen:

Bild: Sven Matterne

Außerdem beschäftigt sich das Rentenkonzept u.a. mit der Riesterrente, der von der Bundesregierung geplanten Solidarrente und der Finanzierung der Ideen aus dem Konzept. Zum Beispiel soll das Geld, das aktuell in den Solidaritätszuschlag fließt, in das Rentensystem mit einfließen und so die Grundrente finanzieren.

Weitere Informationen zum Konzept gibt es auf dieser Homepage.

Außerdem gibt es hier das umfangreiche Rentenkonzept und eine Kurzfassung.

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