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Mehrheitsfraktion lässt Schülerinnen und Schüler im Regen stehen

Es ist an dieser Stelle fast peinlich, wie sehr man sich einer politischen Diskussion seitens der Wadersloher Mehrheitsfraktion im vergangenen Schulausschuss verweigert hat. Es wurden Aussagen getroffen, dass der beantragte weitere Wetterschutz für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule „überflüssig“ und „extrem teuer" sei sowie die Fassade der Schule verschandeln würde.

Kein Dach an der Sekundarschule

Es ist an dieser Stelle fast peinlich, wie sehr man sich einer politischen Diskussion seitens der Wadersloher Mehrheitsfraktion im vergangenen Schulausschuss verweigert hat. Es wurden Aussagen getroffen, dass der beantragte weitere Wetterschutz für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule „überflüssig“ und „extrem teuer“ sei sowie die Fassade der Schule verschandeln würde.

Die SPD-Fraktion steht weiterhin hinter dem Antrag der FWG auf Errichtung einer weiteren Überdachung. Dafür spricht insbesondere auch der Wunsch von mehr als 300 Schülerinnen und Schülern, die sich in einer Umfrage klar positiv zu einer Überdachung geäußert haben.

Betroffene werden im Regen stehen gelassen

Wir denken: Die Beurteilung, ob ein Abdach wirklich überflüssig ist, sollte lieber den Betroffenen selbst überlassen werden. Ein Gespräch mit den Schülersprechern – wie die CDU es angeführt hat – ist an der Stelle schön und gut, aber wir haben den Eindruck, dass die Schülersprecher nicht wissen, was die Mehrheit zu einer weiteren Überdachung denkt. Oder wurden ihnen hier vielleicht gar Worte in den Mund gelegt?

Über einen „extrem teuren“ Preis können wir auch noch nicht urteilen. Bisher ist das nur eine Behauptung. Der politische Prozess wird aber jetzt schon an der Stelle unterbunden, bevor die Gemeinde überhaupt Kostenangebote einholen konnte. Erst dann wäre eine Diskussion über Preise angebracht gewesen. Und erst dann hätte man seriös entscheiden können, ob eine solche Investition verhältnismäßig ist oder nicht. Eine Überdachung würde die Fassade auch nicht „verschandeln“, wie die CDU es darstellt. Die FWG hat eine optisch ansprechende Möglichkeit vorgestellt, die sich gut anpassen würde.

Politikverdruss der Jugend nachvollziehbar

Es ist äußerst schade, dass Schülerinnen und Schülern erneut (wir erinnern uns an die Diskussionen über das neue Feuerwehrhaus) der eigene politische Wille abgesprochen wird. Was sollen Jugendliche von einer solchen Politik, die nichtmal zu kleinen Kompromissen bereit ist, halten und lernen? Gerade solche Momente sind es, an denen sich junge Menschen von der Politik und dem glauben an die Demokratie abwenden.

Wenn man immer nur auf das liebe Geld schaut, macht eine so abwehrende Argumentation der CDU natürlich Sinn. Wenn man sich aber nur im Ansatz für die Menschen, die es betrifft, interessieren würde, dann käme man zu einem anderen Ergebnis. Die Mehrheitsfraktion sollte an solchen Stellen nicht vergessen, dass sie nicht für alle Wadersloher spricht, sondern maximal für gut die Hälfte.