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Juso-Antrag erfolgreich: Zustimmung für Pfandringe

„Das ist ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit hier bei uns vor Ort.“ So kommentiert Marco Zaremba, unser Juso-Vorsitzender in der Gemeinde Wadersloh den Erfolg des Antrags im vergangenen Ausschuss für Umwelt, Energie und Landschaft. Die Jusos hatten mit unserer Unterstützung beantragt, an zentralen Mülleimern in der Gemeinde Wadersloh sogenannte Pfandringe mit entsprechenden Hinweisen anzubringen.

„Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass diese Idee fraktionsübergreifende Zustimmung gefunden hat und einstimmig beschlossen wurde.“ erklärt Melina Furchert, ebenfalls Vorsitzende der Jusos Wadersloh. Kleine Kritikpunkte gab es nur daran, dass die Pfandringe laut Verwaltungsvorlage pro Stück etwa 250€ kosten sollten. Die Jusos und auch wir, die SPD-Fraktion konnten hier beruhigen: Es gibt in anderen Kommunen deutlich günstigere Modelle, die auch in Wadersloh zum Einsatz kommen könnten.

Gestartet wird mit einem Pfandring pro Ortsteil. Nach einer Testphase soll dann erneut über das Thema beraten werden. Olaf Smyczek von der SPD-Fraktion merkte dazu bereits im Ausschuss an: „Die Pfandringe sind, insbesondere wenn sie leer sind, sehr erfolgreich.“ Er bezog sich damit auch auf einen Pfandring-Test der Rheinischen Post in Düsseldorf. Fazit hier: Der subjektive Eindruck, dass die Ringe nicht genutzt würden, weil sie immer leer sind, konnte widerlegt werden. Dass lege daran, dass eingestellte Flaschen schnell wieder mitgenommen werden.

Die Jusos freuen sich auch darüber, dass weitere Mülleimer, die zunächst keinen Ring erhalten, durch den Bauhof mit erklärenden Aufklebern gekennzeichnet werden. Die Mitarbeiter*innen können am besten einschätzen, in welchen Mülleimern am meisten Pfand lande. „Das Vorgehen ist ein schönes Beispiel dafür, wie Jugendorganisationen, Verwaltung und Politik Hand in Hand einen gemeinsamen Weg gestalten können.“, betont Marco Zaremba.

„Die Umsetzung der Pfandringe ist schon jetzt ein großer Erfolg! Wir fokussieren damit weiter das Thema Recycling und Nachhaltigkeit und geben Pfandsammelnden aus allen sozialen Schichten auch ein Stück weit die Würde zurück. Niemand soll in Zukunft mehr beim Pfandsammeln in Scherben oder Hundekot wühlen müssen.“ bilanziert Marco Zaremba den Erfolg und prognostiziert damit ebenfalls, an diesem Thema weiterarbeiten zu wollen.